Veröffentlicht am 25. März 2026 von RKP

WTG-Reformgipfel

Pflegearbeitgeber wollen am 17.04.2026 ein Zeichen setzen

Die Pflege in Nordrhein-Westfalen steht vor einem grundlegenden Wandel. Steigender Versorgungsbedarf, Fachkräftemangel, zunehmende Komplexität und hohe bürokratische Anforderungen erfordern neue Antworten – und vor allem: konkrete, umsetzbare Lösungen.

Der aktuelle Entwurf der Landesregierung zur Reform des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) für NRW wird diesem Anspruch aus Sicht der Arbeitgeber aus der Pflege nicht gerecht. Statt echter Entlastung drohen zusätzliche Dokumentationspflichten, neue Meldeauflagen und ein wachsender Kontrollaufwand. Digitalisierung wird angekündigt, ohne strukturelle Verbesserungen zu schaffen. Eine klare Zukunftsstrategie für Pflege, Wohnen und sektorenübergreifende Versorgung bleibt aus.

Mit dem digitalen WTG-Reformgipfel am 17.04.2026 (10:00 Uhr bis 13:00 Uhr auf Zoom) wollen wir ein Zeichen setzen. Nicht die Kritik am vorgelegten Reformentwurf soll im Vordergrund stehen, sondern wir wollen den Blick bewusst nach vorne richten:
Wie kann eine moderne Pflegegesetzgebung aussehen, die Innovation ermöglicht, Bürokratie reduziert und die Versorgung nachhaltig verbessert?

Ziel der Veranstaltung
Der WTG-Reformgipfel bringt Akteurinnen und Akteure aus Praxis, Politik, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, um:

  • praxisnahe Impulse für eine moderne Regulierung zu setzen
  • innovative Modelle sichtbar zu machen
  • gemeinsam tragfähige Vorschläge für die Weiterentwicklung des WTG zu sammeln
  • Im Mittelpunkt steht nicht die Analyse bestehender Probleme, sondern die Bündelung von Lösungen.

Leitfragen des Reformgipfels

  • Wie schaffen wir mehr Handlungsspielräume für Träger und Einrichtungen?
  • Wie gelingt echter Bürokratieabbau statt Verlagerung von Aufwand?
  • Wie kann Digitalisierung Prozesse vereinfachen und Effizienz steigern?
  • Welche neuen Versorgungsmodelle braucht eine alternde Gesellschaft?
  • Wie lassen sich Wohnen, Pflege und Betreuung besser verzahnen?

Themenschwerpunkte & Ideenräume

1. Bürokratie neu denken
– Konkrete Vorschläge zur Reduktion von Dokumentations- und Meldepflichten
– Modelle für gebündelte Prüf- und Aufsichtsstrukturen
– Praxisbeispiele für schlanke Verwaltungsprozesse

2. Digitalisierung als Enabler
– Innovative digitale Lösungen zur Entlastung von Einrichtungen
– Automatisierung von Dokumentations- und Meldeprozessen
– Strategien für eine nachhaltige Finanzierung digitaler Infrastruktur

3. Neue Versorgungsmodelle
– Durchlässige Strukturen zwischen ambulant, teilstationär und stationär
– Quartiersnahe Versorgungskonzepte
– Flexible Angebotsformen jenseits klassischer Sektorengrenzen

4. Mehr Vertrauen, mehr Verantwortung
– Ansätze für eine moderne, risikoorientierte Aufsicht
– Stärkung professioneller Eigenverantwortung
– Abbau von Doppelprüfungen und Mehrfachkontrollen

5. Wohnen und Pflege zusammendenken
– Konzepte für bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum
– Integration von Pflege in neue Wohnformen
– Regionale Strategien für eine bedarfsgerechte Infrastruktur

Format: Ideen entwickeln – Lösungen gestalten
Der WTG-Reformgipfel ist bewusst interaktiv angelegt:

  • Impulsbeiträge aus Praxis und Innovation
  • Ideen-Pitches mit konkreten Reformvorschlägen
  • Dialog mit Politik und Verwaltung

Ziel ist es, am Ende der Veranstaltung eine Sammlung konkreter, priorisierter Reformvorschläge zu formulieren.

Zielgruppe

  • Träger und Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen
  • Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung
  • Verbände und Netzwerke
  • Wissenschaft und Fachöffentlichkeit
  • Innovatorinnen und Innovatoren im Bereich Pflege und Digitalisierung

Ergebnisorientierung
Die Ergebnisse des WTG-Reformgipfels werden gebündelt und als Impulspapier für eine echte Reform des WTG in den politischen Diskurs eingebracht.

Einladung zur Mitgestaltung
Der WTG-Reformgipfel lebt von den Ideen seiner Teilnehmenden.
Gesucht werden konkrete Vorschläge, neue Denkansätze und mutige Impulse, die dazu beitragen, die Pflege in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu gestalten.
Jetzt ist der Moment, Lösungen zusammenzutragen – praxisnah, innovativ und umsetzbar. Melden Sie sich – auch schon im Vorfeld – mit möglichst konkreten Ideen und Vorschlägen.

-> Anmeldung

Foto von Pavel Danilyuk: www.pexels.com