Veröffentlicht am 20. Mai 2020 von Redaktion

Pflege ist systemrelevant?! Und nun?

1. Web-Konferenz zur Coronakrise und den (nicht nur finanziellen) Folgen

Dienstag, 23.06.2020, 15 – 18 Uhr
Teilnahme kostenfrei – Teilnehmerzahl begrenzt
Videoconferencing über BlueJeans-Kosmos des Diözesancaritasverbandes (DiCV) Essen
Anmeldung über Konkret Consult Ruhr (KCR), Diana Knauer, knauer@kcr-net.de

Die Coronakrise hat das ganze Land grundlegend verändert und zu einer Neubewertung vieler Branchen sowie ihrer Beschäftigten geführt. Es ist immer wieder die Rede von systemrelevanten Berufen, die mehr wertgeschätzt und aufgewertet werden müssen. Die Pflege wird dabei fast immer an erster Stelle genannt. Nach einem Vierteljahr im Ausnahmezustand will die Ruhrgebietskonferenz Pflege in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband Essen und dem Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen eine (Zwischen-)Bilanz ziehen.

Impulsgeber*innen und Diskussionsteilnehmer*innen:

  • Ulrich Christofczik (Vorstandsmitglied Ev. Christophoruswerk Duisburg und Sprecher der Ruhrgebietskonferenz Pflege)
  • Bodo deVries (Stellv. Vorstandsvorsitzender Ev. Johanneswerk Bielefeld und Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege – DEVAP)
  • Michaela Evans (Direktorin des Forschungsschwerpunktes Arbeit und Wandel, Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen)
  • Gerhard Herrmann (Abteilungsleiter Pflege, Alter, Demografische Entwicklung, Leitung Stabsstelle Corona, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW)
  • Martin Peis, (Leiter der Abteilung Senioren, Gesundheit und Soziales, DiCV – Diözesancaritasverband Essen)
  • Dr. Martin Schölkopf (Stellv. Leiter der Abteilung 4 – Pflegeversicherung, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin
  • Roland Weigel (Geschäftsführer Konkret Consult Ruhr GmbH und Koordinator Ruhrgebietskonferenz Pflege)
  • Moderation: Martin von Berswordt-Wallrabe (von Berswordt-Wallrabe & Partner, Düsseldorf)

Inhalte der Konferenz:

Die Pflege war und ist ein Epizentrum der Coronakrise. Hier werden schließlich die Menschen betreut und versorgt, die als Risikogruppe bezeichnet werden. Gut drei Monate nach dem Lockdown kann die Pflege selbstbewusst feststellen, dass die Träger und Unternehmen gute Arbeit geleistet haben.

Pflegemitarbeiter sind keine Engel sondern Profis. Die erste Web-Konferenz der Ruhrgebietskonferenz wird sich genau mit dieser Professionalität beschäftigen und deshalb folgenden Fragen nachgehen:

  • Wie haben Unternehmen und Beschäftigte die Coronakrise bislang erlebt?
  • Was ist gelungen? Was hat die Anbieter dabei unterstützt/geholfen?
  • Was hat sie behindert und unter Stress gesetzt?

Der Kongress will auch gemeinsam in die Zukunft schauen und über notwendige Lehren aus der Krise diskutieren. Deshalb werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was haben die Unternehmen grundsätzlich für die Zukunft gelernt?
  • Wo müssen die Unternehmen konkret ansetzen und welche innerbetrieblichen Veränderungen werden sie herbeiführen?
  • Welche Impulse und nachhaltigen Strukturveränderungen muss Politik jetzt auf den Weg bringen?

Eine Diskussion über Ideen und Strategien für die Zukunft steht jetzt an. Dazu gehören:

  • ein Modernisierungs- und Infrastrukturprogramm für die (digitale) Pflege,
  • die zeitnahe Umsetzung des neuen Personalbemessungsverfahrens zur Verbesserung der Personalausstattung,
  • die Umsetzung nachhaltiger Finanzierungskonzepte für eine dauerhaft gut bezahlte und bezahlbare Pflege,
  • eine Stärkung ambulanter und wohnortnaher Strukturen.
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